Der kleine und große Umweltschutz


9. Oktober 2008, von in Neuigkeiten

… oder wie ich Geld spare.

Das Wort Umweltschutz ist oft mit Stereotypen belastet. Er sei aufwändig, teuer, schlecht umsetzbar und stünde nicht im Verhältnis zum Nutzen sind einige der Argumente gegen Umweltschutz. Doch auch die IT-Branche wird zunehmend umweltbewusster. GreenIT ist schon lange kein Fremdwort mehr. Das Thema füllte auf der letzten CeBIT ganze Hallen. Erst kürzlich wurde uns in der Zentrale durch FSC ein neuer Monitor vorgestellt, der sich selbst in einen 0-Watt-Modus versetzten kann, wenn er feststellt, dass der Computer nicht im Betrieb ist. Auch der zunehmende Einsatz von Notebooks statt Desktops in vielen Unternehmen ist ein Schritt in Richtung Umweltschutz – und senkt zudem die Kosten durch den geringeren Stromverbrauch.

Beispielrechnung Notebook vs Desktop

Rahmendaten:
Unternehmen mit 100 Angestellten,
9 Std pro Tag,
230 Tage im Jahr,
17 Cent pro KW/h

Kosten:
Notebook (30 Watt) = 12 EUR pro Jahr
Desktop (120 Watt) = 45 EUR pro Jahr

Differenz = 33 EUR

x 100 Angestellte = 3.300 EUR pro Jahr

Durch beachten einiger simpler Energiespar-Regeln lässt sich diese Differenz noch ausbauen.

Nice to Know: 100 KW/h entsprechen ca. 50-60 kg an CO2. Wir lassen also mit der oberen Rechnung auch gute 10 Tonnen CO2 pro Jahr weniger in die Luft pusten. Das sind unter Normalbedingungen über 5.000 Kubikmeter Gas, oder einem Würfel mit der Kantenlänge von etwa 20 Metern.

Der kleine Umweltschutz am Arbeitsplatz

  • richtiges Einstellen der Energieoptionen im PC
    • Festplatten-Timeout
    • Monitor-Timeout
  • Ausschalten des Monitors während längerer Abwesenheit vom Arbeitsplatz
    (spart zusätzliche 1-2 Watt)
  • Im Ruhezustand können einige Geräte noch einige Watt Strom verbrauchen.
  • Nutzen von Netzwerkdruckern und -scannern statt Einzelplatzgeräte.
  • Ausschalten des Rechners nebst angeschlossener Peripherie nach Feierabend
    (Hardcoreanlasser können über 400% mehr Strom verbrauchen)
  • Ausschalten des Lichtes nach verlassen des Büros, sofern keiner mehr anwesend ist.
    (spart 60 Watt pro Leuchtstoffröhre)
  • Einsatz der Klimaanlage nur an warmen Tagen
    (Hier wirds kostenmäßig richtig heftig)
  • Schließen der Türen beim Einsatz der Klimaanlage
  • Sparsamer Umgang mit Papier
    (scannen statt kopieren)
  • Einsatz von Emails statt Briefen

Man kann zwischen Maßnahmen unterscheiden, die gleichzeitig Kosten senken und solchen, die Kosten heben. Durch effizienteren Einsatz von elektronischen Geräten lassen sich die Kosten senken. Durch Kauf von umweltfreundlicheren Geräten können die Kosten wieder steigen. Der Spareffekt kann dadurch verschwinden. Die Zusatzkosten werden sich über die Zeit jedoch über die Energieeinsparungen wieder amortisieren.

Umweltbewusstsein erstreckt sich über die gesamte Wertschöpfungskette – from dust to dust. Beim Einkauf sollte man also auch auf Produktionsparameter, wie die Wiederverwertbarkeit oder Entsorgung achten. Als Beispiel nehmen wir den Toyota Prius. Eine amerikanische Studie behauptet, der Prius sei gar nicht so umweltfreundlich und untersucht die Kosten „dust-to-dust“. Ob es sich hier um eine einseitig betrachtete oder gesponsorte Studie handelt, sei mal dahin gestellt. Was sie uns allerdings ergebnisunabhängig zeigt, ist das offensichtlich breite Feld der Energiebilanzen, welche nicht ausschließlich den Verbrauch von Endgeräten fokussieren.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert