Six Sigma Green Belt Ausbildung mal etwas anders


9. Juli 2010, von in Six Sigma

Auch dieses Jahr sind drei SYNAXON Mitarbeiter in die Six Sigma Green Belt Ausbildung gestartet.
Anders als bisher kam unser Trainer Mario Jürgens für die drei Theorie-Blöcke jedoch nicht in die Räume der SYNAXON AG. Stattdessen haben wir uns in einer Gruppe von insgesamt fünf zukünftigen Green Belts im Hotel Campus Lounge in Paderborn wiedergefunden.

Neben uns drei Mitarbeitern der SYNAXON AG waren noch zwei Mitarbeiter anderer Unternehmen mit dabei. Besonders spannend fand ich dabei, mal in Abläufe und Projekte eines Unternehmens Einblicke zu bekommen, das materielle Güter produziert.  Mein bisheriger Werdegang war hier eher auf Dienstleistungen und Software ausgerichtet.

Die zweite Neuerung: Die drei Trainingsblöcke waren dieses Mal aufgrund einiger Feiertage etwas anders aufgeteilt.
In den Trainingsblöcken haben wir die fünf Phasen des DMAIC-Zyklus kennengelernt, die ein Six Sigma Projekt kennzeichnen. In jeder Phase stehen dabei Zahlen, Daten und Fakten als Entscheidungsgrundlage im Vordergrund.
So wird man immer wieder durch die Methodik dazu gebracht, nicht nur dem Bauchgefühl zu vertrauen und Aussagen als gegeben hinzunehmen, sondern diese zu hinterfragen und mit Daten zu belegen oder widerlegen.

Im ersten Block direkt nach Ostern haben wir uns drei Tage lang intensiv den Phasen Define und Measure gewidmet.  In der ersten Phase Define wird der Projektauftrag festgelegt. Dieser bezieht sich in der Regel auf die  Verbesserung eines Prozesses. Die Phase Measure dient dann dazu, den Prozess genauer zu beleuchten, das Problem zu quantifizieren und erste Hypothesen über die Ursachen anzustellen.

Vier Wochen später Anfang Mai haben wir uns erneut getroffen, um in vier (statt üblicherweise drei) Tagen die Betrachtung der Measure-Phase abzuschließen. Der zusätzliche Tag gab uns die Möglichkeit, bereits mit der Phase Analyze zu beginnen.
In der Phase Analyze werden die zuvor aufgestellten Hypothesen mit Hilfe von tiefergehenden Prozessanalysen und statistischen Methoden überprüft. Durch den zusätzlichen Tag konnten wir so die bis dahin theoretisch betrachteten Tools direkt an Beispielen anzuwenden und mussten nicht vier Wochen darauf warten.
Hierbei sind wir zum ersten Mal mit der Statistik-Software MINITAB in Berührung gekommen, die die Anwendung der statistischen Methoden auch ohne Mathematik-Studium ermöglicht. Ergebnis von Analyze sind die tatsächlichen Ursachen für die Probleme im Prozess.

Die Erarbeitung von Lösungen und deren Umsetzung sowie Überwachung sind bestandteil der letzten beiden Phasen Improve und Control. Diese haben wir dann Anfang Juni über drei Tage im letzten Trainingsblock beleuchtet.

Die theoretische Ausbildung ist jedoch nicht der einzige Baustein der Green Belt Ausbildung. Trainingsbegleitend bearbeitet jeder Teilnehmer ein konkretes Projekt im Unternehmen. Dieses muss erfolgreich abschlossen werden um sich als Green Belt zertifizieren zu lassen.
Bereits in den Trainingsblöcken wurden die Projekte der Teilnehmer immer wieder aufgegriffen, besprochen und Hilfestellung durch unseren Trainer gegeben. Nach Beendigung des Theorie-Teils sind die Projekte zwar noch nicht abgeschlossen, aber für die weitere Bearbeitung können wir jederzeit auf die Unterstützung durch unseren Trainer Mario Jürgens und unseren Six Sigma Beauftragten Frank Geise zählen.

Bei Interesse an Six Sigma oder Fragen zu den Schulungen steht Frank Geise gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.

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