iTeam Service Management Tag: Marktübersicht und strategische Impulse


Strategische Impulse für das IT-Service-Management

„Auch der Kleine kann gegen den Großen etwas ausrichten, wenn die Strategie stimmt“ – so lautete das Fazit der Begrüßung durch iTeam Geschäftsführer Olaf Kaiser. Der iTeam Service Management-Tag bot den 23 anwesenden Teilnehmern einige Impulse, um ihre strategische Ausrichtung zu überprüfen, anzupassen oder bestätigt zu sehen.

Standardisierung, Modularisierung und Automatisierung

Die Branche reift – so machte iTeam Regionalleiter Holger Esseling in seiner Einleitung deutlich – und wir sind umgeben von Service-Leistungen, die uns zeigen, wie in einer reifen Branche agiert wird. Vom Bankautomaten über die Online-Zugreservierung zeigen sie uns, was auch auf die IT-Services zukommt: Die Industrialisierung ist in vollem Gange. Und damit erhalten insbesondere Standardisierung, Modularisierung und Automatisierung Einzug in die Systemhäuser. Verbunden ist diese Entwicklung mit einer Hierarchisierung der Wertschöpfung. Spezialisierte Dienstleister bieten Tools und Prozesse, ohne die ein IT-Systemhaus sich in naher Zukunft nur schwer wird behaupten können. Fünf dieser Anbieter stellten im Verlauf der Tagung Ihre Ideen und Tools für mehr Service-Ertrag vor.

Alle Vorträge als Video für iTeam Systemhäuser

iTeam Systemhäuser haben die Möglichkeit, alle Vorträge des iTeam Service Management-Tages als Video anzusehen.

Folgen Sie dazu einfach dem angegebenen Link und Sie erhalten mit Ihrem EGIS-Zugang Zugriff auf insgesamt 20 Videos der Vorträge des Tages.

Fördern und Fordern – und mehr abrechnen

Den Auftakt machte Ralf Huck, Geschäftsführer der RHD Datentechnik. „Arbeiten Sie vor allem an Ihrem Unternehmen und weniger in Ihrem Unternehmen“ lautet die Zusammenfassung seines Apells gegen Aktionismus und für mehr Weitblick. Seine Service Management Software TANSS bietet dem Systemhausentscheider vielfältige Kontroll- und Steuerungsmöglichkeiten und jedem Mitarbeiter Werkzeuge, um den eigenen Arbeitstag produktiver zu gestalten. Insbesondere durch die konsequente Berechnung von 5- und 10-minütigen Einsätzen und Kurztelefonaten wird der Ertrag gesteigert. Ralf Huck ging zudem intensiv auf die Wichtigkeit einer guten und klaren Beziehung zu den Mitarbeitern ein.

Open Source Monitoring für alles, was IP spricht

Im Anschluss präsentierten Gunter Schmeißer, Produktmanager und Uwe Prokisch, Systemingenieur die Q/M/S classic Lösung der Q-Soft GmbH aus Erfurt. Die Lösung basiert auf dem Open Source Monitoring System Nagios und bietet laut Gunter Schmeißer zusammengefasst „Monitoring, Alarmserver, Fernüberwachung und –wirkung für alles, was IP spricht“. In der graphischen Konfigurationsoberfläche können Bilder zur Veranschaulichung und Fehlerortung auch für IT-Laien eingebaut werden. Das System wird vorkonfiguriert inklusive Hardware in die Infrastruktur des Kunden eingebaut und über ein Web-Frontend gesteuert.

Umfassendes Leistungsangebot nun auch flexibel buchbar

Die Alleskönner-Lösung ist modular geworden – das war die zentrale Neuerung, die Vice President Sales Thomas Hefner und Country Manager Germany Alex Lodenkemper von der Kaseya International Deutschland GmbH vorstellten. Kaseya ist mit 10.000 Kunden weltweit seit 2 Jahren in Deutschland aktiv. Die Client-basierte Kauflösung bietet ein umfassendes Leistungsangebot: Monitoring, Ticketsystem, Fernwartung, Backup, Antivirus, Patch-Management und liefert darüber hinaus Extras wie rechtssichere Service-Vertrags-Vorlagen. Alle Bausteine können nun flexibel hinzugebucht werden und auch in einem kostenlosen 30-Tage-Test ausprobiert werden.

GFI Max wächst an Beliebtheit und Leistungsumfang

GFI Max leistet weit mehr als nur Monitoring: Patch Management, Inventarisierung, Fernwartung. Wer Henning Meyer, Geschäftsführer der MR Systeme GmbH & Co. KG, vor zwei Jahren in einem Vortrag gehört hat, wird überrascht gewesen sein, was er nun auch als Geschäftsführer des Most Preferred Platin Distributors acmeo cloud-distribution GmbH & Co. KG zu berichten hatte. Leistungsangebot und Beliebtheit haben sich rasant weiter entwickelt, was wohl auch dem flexiblen Abrechnungsmodell zu verdanken ist, bei dem pro Server und pro Arbeitsplatz ein monatliche Gebühr erhoben wird. Für den Client-Server-Einsatz eine erstaunlich übersichtliche und einfache Lösung, die von vielen Systemhäusern erfolgreich eingesetzt wird.

Azeti Sonarplex integriert auch Non-IP-Sensorik – und wird von Richtfunk-Spezialist Compart empfohlen

Das iTeam Systemhaus Compart IT-Solutions GmbH aus Lünen bietet neben Netzwerk- und Telekommunikations-Lösungen als Distributor und Value-Add-Anbieter ein umfangreiches Portfolio zur Standortvernetzung. Insbesondere hochverfügbare Richtfunkverbindungen sind das Steckenpferd des Unternehmens, wobei sie nicht nur installieren, sondern auch die Frequenzplanung und gesamte Konzeption übernehmen. Dirk Adam, Leiter Channel Sales und Marketing bei der Compart, vertraut in diesem speziellen Umfeld auf den Monitoring-Anbieter Azeti. Steffen Ehlers, Vice President der Azeti Networks AG, stellt darauf hin die Nagios-basierende Lösung Sonarplex vor. Die Besonderheit liegt bei dieser Lösung in der Einbindung von IP- und Non-IP-Sensorik und folgt dem Trend der Konvergenz von Elektrotechnik und IT. So wird auch die Überwachung und Steuerung von Temperaturen, Türen und Fenstern, Licht etc. möglich. Auch der Strommessung kommt in diesem Kontext steigende Bedeutung zu. Die Lösung wird in eigener Appliance in der Regel direkt im Netzwerk des Kunden installiert und dürfte für alle Systemhäuser interessant sein, die über IP hinaus gehen möchten.

Nächster iTeam Service Management Tag: Umsetzungsbarrieren und Best Practices im Systemhaus

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass der Tag einen guten Überblick gängiger Systeme und Ansätze zur Verbesserung des IT Service-Managements bot. In der anschließenden Diskussionsrunde wurden einzelne Elemente der Anbieter tiefer gehend besprochen. Darüber hinaus stellten einige Teilnehmer Fragen zur konkreten Umsetzung von Service-Management im Systemhaus. Da dieser umfangreiche Themenkomplex selbst nach deutlicher Überschreitung der angesetzten Diskussionszeit nicht ausreichend behandelt werden konnte, kündigte iTeam Regionalleiter Holger Esseling an, den nächsten iTeam Service Management Tag den Umsetzungsbarrieren und Best Practices im Systemhaus zu widmen.
iTeam Systemhäuser haben die Möglichkeit, alle Vorträge des Service Management-Tages als Video anzusehen.

Klondike, 8. Juli 2011 um 21:38

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