Frühjahrsputz in der IT


19. März 2012, von in EGIS, IT, Software

Der Frühling steht vor der Tür und auch die IT-Abteilung kommt nicht um einen regelmäßigen Frühjahrsputz in ihren Applikationen herum.

Anfang dieser Woche bekam ich den Auftrag von meinem PL nicht mehr verwendete Komponenten im EGIS ausfindig zu machen um diese Altlasten im Anschluss eliminieren zu können.

Dafür stellten sich mir folgende Fragen :

  1. Was ist ein eindeutiges Indiz dafür das eine Komponente nicht mehr verwendet wird ?
  2. Wie müsste das Problem programmatisch umgesetzt werden ?
  3. Welche Programmiersprache/Skriptsprache eignet sich das Problem möglichst effizient zu lösen ?

Die Grundidee der Lösung lässt sich verallgemeinert etwa so beschreiben :

Die Seiten im EGIS sind modular aufgebaut, d.h. jede Seite besteht aus vielen einzelnen Modulen und Anweisungen wie diese Module in der Seite zu verwenden sind. Diese Module entsprechen den oben genannten Komponenten und lassen sich anhand eines Bezeichners eindeutig identifizieren. Was liegt also näher als nach diesen Bezeichner zu suchen ?

Für die programmatische Umsetzung des Algorithmus bot sich eine Flowchart an und für die Umsetzung in Code Groovy.

Groovy ist eine Skriptsprache die auf der JVM (Java Virtual Machine) aufsetzt und syntaktisch stark an Java angelehnt ist, was sich für einen Java Entwickler natürlich als praktisch erweist. Was in diesem Fall auch für Groovy sprach sind die sehr vielfältigen aber trotzdem kompakten Methoden der Skriptsprache zum suchen, auslesen und manipulieren von Dateien.

Nach etwa 200 Zeilen Skriptcode ( Kommentare und Leerzeichen eingerechnet ) und ein wenig Zeit für die Auswertung des Ergebnisses ergab sich das stolze Ergebnis von 29 verwaisten Komponenten die nicht mehr benötigt wurden, was mich zu dem Ergebnis führt, dass auch in der IT regelmäßige und gründliche Kontrollen der laufenden Systeme notwendig sind um die Integrität des Codes sicherzustellen sowie Redundanzen zu vermeiden, volle Funktionsfähigkeit der Systeme zu gewährleisten und damit einen Teil dazu beizutragen, den EGIS Usern bestmögliche Qualität zu bieten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert