Einen Tag bei STALAG 326 – Das Marketing der SYNAXON AG packt an


15. August 2012, von in Neuigkeiten

Die Dokumentationsstätte Stalag 326 (VI K) Senne befindet sich im ehemaligen Arrestgebäude des gleichnamigen Kriegsgefangenenlagers. In dem Lager wurden vorwiegend sowjetische Kriegsgefangene, aber auch Kriegsgefangene mit anderer Nationalität untergebracht. In dieser Gedenk-/Dokumentationsstätte haben wir als Marketingabteilung unseren WOW-Wert erlebt. Für alle nicht SYNAXON-Internen: Der WOW-Wert stammt aus unserem Unternehmensleitbild und bedeutet, dass ein Unternehmen durch jeden einzelnen Mitarbeiter lebt. Inspiration an Kollegen, aber auch an Externe weitergeben und eine gute Zeit zusammen haben. DAS ist unser WOW-Effekt und den wollten wir gemeinsam als Abteilung und mit den ehrenamtlichen Helfern bei STALAG 326 erleben. Nach einer kleinen Einführung und einer Zusammenfassung der Geschichte und des Aufbaus der Gedänkstätte hat uns Herr Nickel die Aufgaben vorgestellt:

Nach einer kleinen Einführung und einer Zusammenfassung der Geschichte und des Aufbaus der Gedänkstätte hat uns Herr Nickel die Aufgaben vorgestellt:

* Umzug in die frühere Entlausung – Bücher, Tische, Stühle, Regale mussten ca. 250 m weiter in ein anderes Ausstellungsgebäude – die damalige Entlausung.

* Schuhe aus dem Erdhaufen befreien – Bei Bauarbeiten wurden im letzten Jahr mehrere hundert Schuhe gefunden. Diese sollen in Zukunft ausgestellt werden und mussten dafür zunächst ausgebuddelt und dann von der Erde befreit werden.

Voller Tatendrang und guter Laune ging es dann frisch ans Werk. Eine Gruppe machte sich daran, die Sachen aus den Räumen in den Sprinter zu verladen, um sie dann in  der Entlausungsstation wieder auszuladen. Eine besondere Herausforderung waren die 1.700 Bücher. Dies dauerte länger als gedacht.
Endergebnis nach den 3,5 Stunden: Wir haben alle Möbel, Bücher und diverse andere Sachen in das neue Gebäude gebracht und dort so gut es ging einsortiert. Wir haben zwei große Planen mit Schuhen aussortieren und säubern können, von denen einige sogar noch sehr vollständig waren. Auch Socken und Schnürsenkel waren mit dabei sowie die eine oder andere große Spinne und Tausendfüßler, was des öfteren zu Gequietsche bei den Frauen führte ;-)

Auch für das leibliche Wohl war zur Freude aller gesorgt. Es gab lecker belegte Brötchen, Kekse, Wasser und viel Kaffee. So super verpflegt ließ es sich noch leichter arbeiten. Die vielen Dankeschön und lächelnden Gesichter haben dann den Rest getan :-). Alles in allem haben wir in den knapp 4 Stunden viel geschafft. Der Umzug war vollbracht, viele Schuhe aussortiert, auch wenn man das Gefühl hatte, dass der Dreckberg nicht wirklich kleiner geworden war. Zum Schluss bekam jeder noch ein Buch über die Geschichte des Stammlagers.

Unser Fazit: Es waren tolle Stunden, die nicht nur den ehrenamtlichen Helfern geholfen haben, sondern auch der Teambildung im Allgemeinen. Wir sind uns alle einig: DAS war wirklich sinnvoll und bedarf einer Wiederholung! Wir für unseren Teil können sagen, dass wir den WOW-Wert gemeinsam dort erlebt haben.

Wer Interesse hat, bei STALAG zu helfen, kann dies übrigens gerne tun. Es werden immer ehrenamtliche Helfer, Praktikanten oder Gruppen gesucht, welche wie wir einfach ein wenig anpacken, und sei es nur für ein paar Stunden.

Und zum Schluss noch ein paar persönliche Eindrücke von einzelnen Mitarbeitern zum halben Tag bei STALAG und dem erlebten WOW-Wert:

Annika: “Es war ein schöner Tag mit vielen neuen und interessanten Eindrücken. Schön, dass man mit relativ wenig Aufwand und vielen fleißigen Händen in kurzer Zeit schon einiges bewegen kann. Gerne wieder!”

Janina: “Ich wusste nicht, dass in der Dokumentationsstätte STALAG 326 nur ehrenamtliche Helfer tätig sind. Bis zu 1.500 Stunden verbringen sie dort in ihrer Freizeit. Unsere Hilfe kam mir so noch wertvoller vor. Ich habe gemerkt, wie wichtig die tatkräftige Unterstützung war und wie sehr man sich darüber gefreut hat. Auch wenn die eigene Zeit oft knapp bemessen ist, müsste man seine Prioritäten viel öfter dort setzen, wo Menschen geholfen werden kann. Ein dankendes Lächeln ist oft mehr wert als tausend Worte.”

Jeanette: “Wir haben nicht nur den eheramtlichen Helfern geholfen. Für viele Familien ist STALAG 326 heute noch eine Anlaufstelle um vermisste Vorfahren zu finden.”

Daniel: “Es ist schön dabei geholfen zu haben, dass die Dokumentationsstätte STALAG 326, in unserer unmittelbarer Nähe und als Teil der deutschen sowie europäischen Geschichte, nicht an Bedeutung verliert.”

Nadine: “So oft schon bin ich an dem Gelänge vorbei gefahren, wusste aber nie, welche Geschichte sich dahinter verbirgt. Auch jetzt fällt es mir schwer wirklich zu begreifen, was sich damals dort abgespielt haben muss, trotz der anschaulichen und bewegenden Ausstellung und Aufbereitung der Schicksale einzelner Inhaftierter. Die uns entgegengebrachte Freude der ehrenamtlichen Helfer hat mich dann zusätzlich überwältigt. Mit Essen und Getränken versorgt zu werden, obwohl man doch gekommen ist um etwas zu geben – und nicht um etwas zu erhalten – ein seltsames Gefühl.”

Caner: “Ein Tag in Stalag – so viele Eindrücke und Gefühle. Es ist schwer sich vorzustellen, unter was für Verhältnissen die Opfer damals dort leben mussten. Umso mehr freut es mich, dort die Dokumentationsstätte unterstützt zu haben und den Angehörigen der Opfer ein ehrbares Andenken zu bieten. Die Menschen die dort diese Arbeit ehrenamtlich verrichten sind zu bewundern. Da dort wirklich noch viele Sachen anstehen, stehe ich einer Wiederholung dieser Aktion positiv gegenüber.”

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