SYNAXON mischt mit: Reform der Insolvenzanfechtung


15. September 2015, von in Neuigkeiten, SYNAXON

In der vergangenen Woche haben die Führungskräfte der SYNAXON AG eine Exkursion nach Berlin genutzt, um sich nicht nur zum Thema „Führungsprozesse“ weiterzubilden, sondern auch die Interessen ihrer Partner vor Ort zu vertreten.

Neben weiteren, spannenden Tagespunkten war es dem Führungskreis möglich, mit MdB Dr. Carsten Linnemann in den persönlichen Dialog zu treten. Als Abgeordneter für den Wahlkreis 137 „Paderborn – Gütersloh III“, zu dem die Gemeinde Schloß Holte-Stukenbrock gehört, ist er der richtige Ansprechpartner für die SYNAXON, wenn es um die Diskussion aktueller politischer Entwicklungen geht.

SYNAXON

Auf dem Weg zum Gespräch mit Dr. Carsten Linnemann

Ein Fokus des Gesprächs zwischen Dr. Linnemann und der SYNAXON AG lag dabei auf der Reform der Insolvenzanfechtung. Nach aktuellem Rechtsstand ist es einem Insolvenzverwalter nach der Insolvenzordnung möglich, von Gläubigern Zahlungen des in Insolvenz geratenen Schuldners zurückzufordern. In einem Zeitraum bis zu zehn Jahre ab Stellung des Insolvenzantrags kann ein Gläubiger verpflichtet werden, das vom Schuldner gezahlte Geld zurückzuzahlen, auch wenn er die Leistung für das Geld vollständig erbracht hat. Voraussetzung ist zwar, dass der Gläubiger nachweislich von einer drohenden Zahlungsunfähigkeit des Schuldners wusste, die Existenz dieses Wissens wird jedoch derzeit bereits bei Verabredung einer Ratenzahlung oder Stundung zwischen Gläubiger und Schuldner angenommen.  Mittelständische Unternehmen wie die SYNAXON AG und ihre Partner sehen sich dadurch mit existenzbedrohenden Folgen konfrontiert.

Frank Roebers, Vorstandsvorsitzender der SYNAXON AG, spricht mit Dr. Carsten Linnemann zu dem Brief und der darin enthaltenen Bitte des Unternehmens, sich in seinem Sinne stark zu machen.

Frank Roebers, Vorstandsvorsitzender der SYNAXON AG, spricht mit Dr. Carsten Linnemann zu dem Brief und der darin enthaltenen Bitte des Unternehmens, sich in seinem Sinne stark zu machen.

Ein aktueller Referentenentwurf sieht die Anpassung der Insolvenzanfechtung vor. Stundungs- und Ratenzahlungsvereinbarungen sollen künftig kein Indiz für das Wissen des Gläubigers um die drohende Zahlungsunfähigkeit des Schuldners sein. Voraussetzung bei der Ratenzahlung ist dabei, dass der Schuldner „im Rahmen der Gepflogenheiten des Geschäftsverkehrs“ darum gebeten hat. Auch die Verkürzung der Anfechtungsfrist von zehn auf vier Jahren ist geplant. So müssten Unternehmen zukünftig nicht zehn Jahre warten, um zu wissen, ob ihnen Zahlungen definitiv zustehen.
Sowohl die SYNAXON AG als auch ihre Partner müssen sich im Tagesgeschäft mit – aus dieser Problematik für den Mittelstand entstehenden – nicht hinnehmbaren Unsicherheiten und Belastungen auseinandersetzen. Daher unterstützt die SYNAXON AG den aktuell zur Debatte stehenden Referentenentwurf. Dieser versucht, ein ausgewogenes Verhältnis der Interessen aller Gläubiger wiederherzustellen und für Rechts- und Planungssicherheit bei allen Beteiligten zu sorgen. Der Vorstandsvorsitzende der SYNAXON AG, Frank Roebers, überreichte bei dem Treffen mit MdB Dr. Carsten Linnemann daher einen Brief, in dem ihn das Unternehmen bittet, sich für eine gesetzliche Lösung des Problems einzusetzen. Mit diesen und weiteren Maßnahmen möchte die SYNAXON AG positiv auf das Durchsetzen des Referentenentwurfs zur Insolvenzanfechtung einwirken.

bundestag synaxon

Die SYNAXON Führungskräfte gemeinsam mit MdB Dr. Carsten Linnemann.

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