Das SYN-Wiki – das Gehirn der SYNAXON AG.


Einer weiß viel, zwei wissen mehr und alle wissen alles. Wikipedia nennt dies das Wiki-Prinzip.“ – Eric A. Leuer in „Zwar weiß ich viel, doch will ich alles wissen!“ – Zu Wikipedia und fluiden Wissensformen (2008). Auf diesem Prinzip basiert jedoch nicht nur Wikipedia, sondern auch SYN-Wiki. Das Gehirn der SYNAXON AG.

Das SYN-Wiki ist SYNAXONs Wissensplattform. Jeder Mitarbeiter arbeitet täglich mit dem Wiki und entnimmt ihm nicht nur wichtige Informationen für die eigene Arbeit, sondern füllt es ebenso eigenständig mit der Dokumentation eigener Arbeitsschritte und -ergebnisse.

Doch was ist ein Wiki?

Wissen, Artikel, Sammlung, Zusammenarbeit

Bekanntestes Wiki der Welt: Wikipedia.

Ziel von Wikis ist es häufig, wie von Eric A. Leuer angedeutet, das Wissen der Gemeinschaft zu nutzen und dieses sowie die gemeinschaftliche Erfahrung zu dokumentieren. Diese kollektive Intelligenz erlaubt es, eine Vielzahl von Inhalten zu sammeln. Hierfür werden Inhalte von diversen Autoren gemeinschaftlich in Texten erarbeitet und bei Bedarf durch Fotos oder andere Medien ergänzt.

Worauf basiert Wikipedia?

Die freie Enzyklopädie Wikipedia basiert auf der Software MediaWiki. Ursprünglich nur für die Nutzung im Rahmen von Wikipedia geschrieben, ist diese Software heute frei zugänglich und kann vielfältig genutzt werden. So nutzen heute viele Unternehmen ebenfalls Wikis als Teil ihrer Wissensmanagementsystems in ihren Intranets. Zu diesen gehört auch die SYNAXON AG.

Das Prinzip der Software MediaWiki ist dabei einfach. Um eine möglichst große Beteiligung am System zu ermöglichen, können Inhalte im Webbrowser nicht nur gelesen, sondern auch bearbeitet werden. So ist es jeder Person möglich, eigene Anpassungen in dem System vorzunehmen.

Warum wurde das Wiki bei der SYNAXON eingeführt?

In 2006 befand sich die SYNAXON in einer Unternehmenskrise. Der PC-Markt war bis 2001 ein Wachstumsmarkt und eine Umsatzsteigerung von 17-20 Prozent pro Jahr war üblich. Als dann jedoch die Dotcom-Blase platzte und die SYNAXON bei steigenden Absatzzahlen 40 Prozent Umsatz in diesem Bereich verlor, musste das Unternehmen reagieren. So wurde nicht nur das öffentliche, sondern vor allem intern an dem eigenen Selbstverständnis gearbeitet. So sollte u.a. die Organisationsform der SYNAXON AG neu definiert werden.

Gründer, Wikipedia, Wissen

Der Mann hinter Wikipedia: Jimmy Wales.

In dieser Zeit des Wandels hörte der Vorstandsvorsitzende Frank Roebers einen Vortrag des Wikipedia-Gründers Jimmy Wales. Inspiriert von Wales’ Erfahrungen arbeitete Frank Roebers zunächst privat an dem Portal. Dabei konnte er in der Praxis erfahren, welch hohe Qualität in offenen Projekten erzeugt wird und welche Energien ein solches freies Projekt freisetzt. “Menschen sind bereit zu arbeiten, wenn man sie nur lässt”, sagt Frank Roebers in einem seiner Vorträge zu dieser Entwicklung und meint damit: Wenn es Menschen und den eigenen Mitarbeitern möglich ist, sich einzubringen und eigene Ideen zu erarbeiten, so werden sie diese Chance nutzen. Die Energie, die durch diese Möglichkeiten bei Personen freigesetzt werden, wollte Roebers’ ins Unternehmen einbringen.

So entschied sich die SYNAXON Wikis als zentrales Arbeitsinstrument im Unternehmen einzuführen. Dabei dient sie nicht nur als Wissensdatenbank und Intranet, sondern viel mehr als Kollaborationstool der Mitarbeiter zur Zusammenarbeit. Zusätzlich wurden Microblogging (Twitter, Yammer), Facebook und Xing zur internen und externen Kommunikation eingeführt.

Stand 2009: Ca. 30.000 Seiten wurden im Wiki erstellt.

Stand 2009: Ca. 30.000 Seiten im Wiki.

Seit 2006 ist es SYNAXON-Mitarbeitern möglich im unternehmenseigenen Wiki, dem SYN-Wiki, zu agieren. Dabei wollte das Unternehmen “nicht nur den instrumentellen Ansatz von Web 2.0 im Unternehmen umsetzen, sondern auch den philosophischen und den Prinzipien-Ansatz”. Daher liegen folgende Richtlinien der Wiki-Nutzung zugrunde:

  • Jeder kann alles sehen, es gibt so gut wie keine Wissensbarrieren (bis auf einen Bereich des Wikis, der den Führungskräften vorbehalten ist und z.B. persönliche Daten der Mitarbeiter enthält).
  • Jeder kann alles ändern und die Änderung gilt ohne weitere Freigabe sofort, auch bei Unternehmensregeln.

Somit dient das Wiki nicht nur dazu, das Wissen der Firma in einer Artikel-Sammlung zu dokumentieren, sondern darüber hinaus die Unternehmensrichtlinien festzulegen und gemeinsam immer wieder neu zu definieren. Die Mitarbeiter haben hierbei die selben Rechte und Möglichkeiten wie alle Führungskräfte. So sagt Frank Roebers: “Wikis machen Organisationen flacher und anarchischer, auch weil es hier keinerlei exklusive Informationen gibt. Alles wird geteilt.”

Und wie steht es heute um das SYN-Wiki?

Mitarbeit, Kollegen, SYNAXON, internes Wiki, Intranet

Das SYN-Wiki heute. 10 Jahre nach Einführung sind es knapp 78.000 Seiten.

Während vor der Einführung des Wikis noch Zweifel im Unternehmen ob der Richtigkeit und Zielführung des Systems herrschten, bedienen sich heute alle Mitarbeiter der SYNAXON dieses Tools. Bis heute konnte dabei kein Missbrauch der Möglichkeiten festgestellt werden, die sich für Mitarbeiter aus dem Wiki und den damit verbundenen Freiheiten ergeben. Somit haben sich die Befürchtungen einiger, dass die Idee der kollektiven Firmenintelligenz im Chaos enden würde, nicht bestätigt.

Für mehr Informationen zur SYNAXON, dem SYN-Wiki und der Umsetzung des Enterprise 2.0 in unserem Unternehmen, empfehlen wir dieses Interview mit unserem Vorstandsvorsitzenden Frank Roebers zum Thema Enterprise 2.0.

Selbst Interesse daran für die SYNAXON tätig zu werden und sich ins SYN-Wiki einzubringen? Dann informiere dich gerne in unserem Karriereportal zu unseren offenen Stellenangeboten. Bei Fragen steht Catharina Eckert, Personalreferentin der SYNAXON AG, unter personal@synaxon.de oder 05207 9299 239 zur Verfügung.

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