Mondschein Projekt gestartet

Volles Haus im Denkwerk


12. Mai 2017, von in Neuigkeiten

Volles Haus im Denkwerk in Herford beim Mondschein Projekt. Die Premiere von „Der Mond scheint meist in cis-Moll“ war ein voller Erfolg. Die Top-Pianistin Eva Schüttler aus Detmold spielte grandios auf dem Flügel und unser Vorstandsvorsitzender, Frank Roebers, hielt einen kurzweiligen Vortrag – mit dem Ziel, klassische Musik einem größeren Publikum nahe zu bringen und nebenbei ordentlich die Spendenkasse klingeln zu lassen. Ob das geklappt hat, erfahren Sie hier.

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Synaxon-Mitarbeiter Georg Schiedel moderierte das Mondschein Projekt.

Frank Roebers zumindest war sich schon vor der Veranstaltung sicher, dass das neue Charity-Projekt der SYNAXON AG etwas ganz Besonders sein wird. Denn „ihr alle liebt Klassik, ihr wisst es nur noch nicht“, sagte er zu Beginn. Lapidar kündigte er noch einen positiven Nebeneffekt für alle Zuhörer des Abends an: „Wenn ihr heute Abend die klassische Musik hört, seid ihr hinterher schlauer, denn es ist nachgewiesen, dass dadurch der IQ um 8 Punkte steigt.“ Zugleich erklärte er, der Abend werde ein Bootcamp für den Konzertbesuch, so dass sich niemand in Zukunft mehr blamieren müsse, weil er die Regeln eine Klassikkonzertes nicht beherrsche.

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Eva Schüttler zeigt dem Publikum, dass es sie huldigen darf und ihr Beifall spenden soll.

Regeln eines Klassikkonzertes

Doch welche Regeln gilt es zu beachten, wenn man ein Klassikkonzert besucht? Niemals als Erster klatschen ist da nur ein Mittel, um sich nicht zu blamieren. Damit das Publikum aber weiß, wann es Beifall geben darf und soll, zeigte Eva Schüttler theatralisch, wie etwa Pianisten ihren Zuhören das Klatschen anzeigen. „So sacken Top-Pianisten entweder kraftlos in sich zusammen, weil sie selber so ergriffen von ihrer eigenen Meisterleistung sind oder aber sie schauen salbungsvoll ins Publikum, um durch ein angedeutetes Kopfnicken zu signalisieren: Ihr dürft mir nun huldigen“, erklärte sie zu passender Musik, was großes Gelächter nach sich zog.

Genauso wichtig sei es, sein Handy auszuschalten oder am besten Zuhause zu lassen und auch über das Essen vor einem Konzert sollte gut nachgedacht werden. „Fettes Gyros und scharfe Chilisauce würde ich meiden”, sagte Frank Roebers, „denn manchmal sei es so still im Konzertsaal, dass jedes Verdauungsgeräusch im gesamten Saal zu hören sei.“ Deshalb gab es an dem Abend im Denkwerk leckere, leichte Kost.

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Leichte Kost am Abend des Mondschein Projektes.

Mondschein Projekt mit Repertoire von Bach bis Wagner

Das musikalische Repertoire des Mondschein Projekts reichte von Bach über Mozart bis Beethoven, von Chopin bis Wagner. Zu jedem dieser fünf Komponisten erzählte Frank Roebers Anekdoten und Regeln, denen die Stücke folgen, während Eva Schüttler einzelne Werke und prägnante Motive der Komponisten auf dem Flügel spielte und nebenbei erklärte. Auf diese einfache Art bekam das Publikum einen neuen Zugang zur klassischen Musik, erkannte plötzlich Wiederholungen und Zuordnungen der Musik zur Aufführung. Dafür präsentierte Roebers Szenen auf Folien. Die Musik wurde klarer, die Stücke auch dem unerfahrenen Klassikhörer verständlicher.

Ehrenamtlich für den guten Zweck

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„Der Mond scheint meist in cis-Moll“ – Dem Konzertflügel entlockte Eva Schüttler wundervolle Töne.

Auf die Beine gestellt wurde das Mondschein Projekt neben Roebers und Schüttler von etwa 40 Mitarbeitern der SYNAXON AG, die sich ehrenamtlich um die Organisation kümmerten. Und das alles zu einem guten Zweck. Sämtliche Einnahmen des Abends gehen nach Abzug der Kosten einem wohltätigen Zweck zu. Empfänger sind das Jugendwerk Rietberg, Hand in Hand for Children, Herzkinder OstFriesland e.V. und der Tierschutzverein Detmold – deren Vertreter als Ehrengäste ebenfalls an dem Abend teilnahmen. Unterstützt wurde die Veranstaltung von Getränke-Service Antpöhler, dem Denkwerk in Herford und Pianohaus Harke.

Abwechslungsreiche Stimmung beim Mondschein Projekt

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Frank Roebers vermittelte klassisches Wissen auf leichte Art und entlockte den Zuhörern manches Lachen.

Eine abwechslungsreiche Stimmung zog sich durch den Abend des Mondschein Projekts. Ergriffene Stille, heiteres Gelächter und auch tosender Beifall wechselten sich ab. Und nach rund 90 Minuten Programm gab es nach einem furiosen Finale mit dem „Ritt der Walküre“ aus Richard Wagners „Ring der Nibelungen“ Standing Ovation für die beiden Vortragenden. „Ganz, ganz großes Kino war das hier heute Abend“, sagte Moderator und Synaxon-Mitarbeiter Georg Schiedel.

Frau Dr. Jutta Winckler, Vorsitzende des Wagner Vereins in Minden, zeigte sich ebenfalls begeistert. „Wunderbar vorgetragen“, schwärmte sie. Und weiter: „Das Beste ist die Idee, auf diesem Wege junge Leute an klassische Musik heranzuführen – und das auf so launische Art, das macht einfach Spaß“.

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Überglücklich über die gelungene Premiere: Eva Schüttler und Frank Roebers nach dem Mondschein Projekt.

Schüttler und Roebers nach der Premiere überglücklich

Viel Freude hatte auch Eva Schüttler an dieser Art des Vortrags. „Allerdings ist es nicht leicht, zugleich Klavier zu spielen und das Gespielte zu erklären. Denn Klavier spielen ist sehr intim, während ich mich ja beim Sprechen dem Publikum öffnen muss. Das ist eine Herausforderung, die aber wirklich Spaß gemacht hat“, so die Top-Pianistin.

Und auch Frank Roebers zeigte sich mit der Premiere des Mondschein Projekts sehr zufrieden. „Das hat richtig Spaß gemacht, weil das Publikum so gut mitgemacht hat“, freute er sich. Und wie geht es weiter? Nach den Sommerferien geht das Programm in die nächste Runde. „Zunächst machen wir OWL und Ostfriesland unsicher und dann geht es weiter“, kündigt Roebers an.

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