Ergonomieberatung während der Arbeit

Workshop zu gesundem Sitzen bei der SYNAXON AG


14. Februar 2020, von in Neuigkeiten

Omas alter Spruch „Wer rastet, der rostet“ hat auch heute noch seine Berechtigung. Warum? Das haben zahlreiche Mitarbeiter bei der SYNAXON AG erfahren, während sie an einer Ergonomieberatung teilgenommen haben.

Ein Neandertaler ist 40 Kilometer pro Tag gegangen, um Nahrung zu finden und so das Überleben seiner Familie zu sichern. Im Winter auch gern mal 60 Kilometer täglich. Wir Schreibtischtäter schaffen durchschnittlich gerade mal 1,2 Kilometer. Die Folgen: Rückenschmerzen, Nackenverspannung und andere Wehwehchen. Zeit, für eine Ergonomieberatung am Arbeitsplatz.

Ergonomieberatung: Unser Körperbau ist auf Gehen ausgelegt, nicht auf Sitzen!

Denn eines ist klar. Durch eine optimale Einstellung von Schreibtisch und Stuhl sowie einer bewussteren Sitzhaltung können wir unserem Bewegungsmangel wenigstens ein bisschen ausgleichen. Und immerhin: Es ist nicht wichtig, ganz viel Sport zu machen. Es reicht aus, wenn wir möglichst viel gehen. Unser Körperbau ist darauf ausgelegt, viel und weit zu laufen. Bei acht Stunden Bürotätigkeit ist das aber nicht möglich.

Die Folgen kennen viele: Es zwickt im Rücken, der Nacken ist verspannt und und nicht selten kommt es gesundheitsbedingten Ausfällen. Bei uns in der Firma wahrscheinlich weniger als üblich, denn bei uns gibt es bereits Yoga und Rückenkurse, um uns fit zu halten.

Sascha Gutmann ist bei der Techniker Krankenkasse für betriebliche Gesundheitsförderung zuständig. Er nahm sich einen Arbeitstag Zeit, um uns in Kleingruppen zu verdeutlichen, was wir tun müssen, um möglichst gesund zu sitzen.

Dabei erklärte er uns zunächst den Aufbau der Wirbelsäule und ihre Funktion. Aber auch die Funktion der Bandscheiben. Mit kleinen Übungen verdeutlichte er uns, dass unser Körper äußerst schlau ist und dafür Sorge trägt, dass wir gesund bleiben.

Ergonomieberatung mit praktischen Übungen. Bild: SYNAXON AG
Sascha Gutmann von der Techniker Krankenkasse erklärt und ganz praktisch die Muskelanspannung. Bild: SYNAXON AG

Kleine Pausen halten uns gesund

Wie? Durch kleine Zeichen, die wir unbewusst umsetzen. Beobachtet euch einmal selbst. Wenn ihr steht, wechselt ihr andauernd eure Position, verlagert das Gewicht oder stützt euch ab. Das ist gut, denn der Körper zeigt euch damit, dass die vorherige Position euch nicht mehr gut tut.

Im Sitzen sieht es dagegen ganz anders aus. Statt uns regelmäßig zu bewegen, schlagen wir die Beine übereinander, ziehen die Schultern hoch, verlagern die Maus und kriechen förmlich in den Bildschirm hinein, weil unser Kopf keine Pause zulässt, obwohl der Körper durch die kleinen Positionswechsel deutlich macht, dass er Veränderung wünscht. Uns ist meistens wichtiger, unsere Arbeit fertigzustellen.

Aber: Viele kleine Pausen halten uns gesund und lassen uns effizienter arbeiten. „Und das freut auch den Chef“, da ist sich Sascha Gutmann sicher.

Ergonomieberatung mit Modell einer Wirbelsäule. Bild: Pixabay
An einem Modell der Wirbelsäule erfuhren wir Funktion und Aufbau. Bild: Pixabay

Ergonomieberatung: Zwei Leitsätze

Bei der Ergonomieberatung kristallisierten sich zwei Leitsätze heraus. Und die sind wirklich von Bedeutung: „Die nächste Position ist die beste“ und „Schultern locker lassen“.

Unsere Schreibtische und Schreibtischstühle bieten uns fast alle Möglichkeiten. Die Armlehnen lassen sich in Höhe und Breite so anpassen, wie wir es benötigen. Die Höhe des Stuhls ist genauso flexibel wie die Härte der Rückenlehne. Und auch euren Schreibtisch könnt ihr an eure Körpergröße anpassen.

Wichtig dabei: Zuerst muss der Stuhl passen: Die Füße müssen Kontakt zum Boden haben, Knie und Hüfte sollen im rechten Winkel stehen. Die Armlehnen bilden bei lockerer Schulterhaltung die Verlängerung zum Tisch und, na klar, eine ergonomische Maus und im besten Fall auch Tastatur runden das Ganze ab.

Inneren Schweinehund überwinden

Wer dann noch einen sportlichen Ausgleich zur sitzenden Tätigkeit hat, macht schon ziemlich viel richtig und tut seinem Körper Gutes! Wer den inneren Schweinehund, der ja meistens ziemlich groß ist, überwinden will, sucht sich am besten Leidensgenossen.

„Gemeinsam könnt ihr den Schweinehund dann wegtreten“, sagt Sascha Gutmann. Natürlich nur, wenn ihr Spaß an der Sache habt. „Wer keine Lust hat, joggen zu gehen, hört damit sowieso wieder auf“. Also: sucht euch etwas, das euch Spaß macht und fangt einfach an!

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