Tablet-Spende an Schloss Holter Kita

Ziel: bewusste Mediennutzung bei den Kleinsten


28. Februar 2020, von in Neuigkeiten

Mit einer Tablet-Spende unterstützt die SYNAXON AG die katholische Kindertageseinrichtung Edith Stein bei der Medienerziehung der Kleinsten.

Aber: Braucht es Tablets in der Kita? Sollen Kinder ab drei Jahren bereits mit Tablets in Kontakt kommen? Für Leiterin Anette Moriba ist die Antwort klar: „Es ist wichtig, dass Kinder möglichst früh an eine bewusste Mediennutzung herangeführt werden.“

Bitte um Tablet-Spende verwundert

Als die Bitte um die Tablet-Spende zu SYNAXON gelangte, wunderten  wir uns darüber, dass Tablets heutzutage schon in Kitas eingesetzt werden. Den Wunsch erfüllten wir aber gern und bestellten zwei besonders robuste Kinder-Tablets für die jüngeren und zwei „normale“ Tablets für die älteren Kita-Kinder. Wert: knapp 800 Euro. Bei der Übergabe durch unseren Vorstandvorsitzenden Frank Roebers hakten wir nach: Tablets in der Kita – warum, wieso, weshalb?

Für Kita-Leiterin Anette Moriba ist das Thema Medienerziehung seit vielen Jahren wichtig. Sie hat sich deshalb zur Medienpädagogin weiterbilden lassen. Bis sie ihre Mitarbeiterinnen von der Wichtigkeit einer frühen Medienbildung überzeugen konnte, dauert es zwar, mittlerweile sind aber alle an Bord. 

Tablet-Spende durch Frank Roebers an Anette Moriba, Tina Justus und Sarah Westerwalbesloh von der Katholischen Kita Edith Stein. Bild: SYNAXON AG
SYNAXON-Vorstand Frank Roebers übergibt vier Tablets an die Kita-Leiterin Anette Moriba, Tina Justus und Sarah Westerwalbesloh von der Katholischen Kita Edith Stein. Bild: SYNAXON AG

Erst Fortbildung, dann Wissensvermittlung an Kita-Kinder

Sarah Westerwalbesloh (Pädagogische Fachkraft für Zwei- bis Vierjährige) und Tina Justus (Gruppenleitung U3) haben mittlerweile das Ruder übernommen. Hintergrundwissen erlangten sie in der Fortbildung „Medienerziehung in der Kindertagesstätte“. Ab März soll die Theorie in die Praxis umgesetzt werden.

Wichtig ist aber allen Beteiligten, dass es keinesfalls darum geht, die Kinder durch Apps und Videos berieseln zu lassen. Vielmehr sollen die Tablets der aktiven Wissensaneignung dienen.

„Wir haben eine Kita besucht, in der Tablets schon im Einsatz sind, und dabei tolle Lern-Apps kennengelernt“, berichtete Sarah Westerwalbesloh. Ein Beispiel ist die App Schlaumäuse von Microsoft. Sie soll bei der frühkindlichen Sprachförderung helfen. Mithilfe der App lernen die Kinder einerseits die deutsche Sprache in Schrift und Bild, andererseits werden sie an einen sinnvollen Umgang mit digitalen Medien herangeführt. Mit einer anderen App ist es beispielsweise möglich, dass sich die Kinder Trickfilme ausdenken und selbst erstellen können.

Tablet-Spende führt Schritt für Schritt an Mediennutzung heran

Bis die Kinder aber selbstständig Trickfilme erstellen können, wird es aber noch dauern. Zunächst werden die Kinder dank Tablet-Spende Schritt für Schritt an die Mediennutzung herangeführt – bis sie die Tablets eigenständig im Alltag nutzen können.

Wenn ein Kind, wie von Tina Justus bereits erlebt, mit offenen Fragen zur ISS, der Internationalen Raumstation, in die Kita kommt, soll es künftig selbst zum Tablet greifen und nach einer Antwort googlen. Das ist natürlich gar nicht so einfach, wenn Kinder noch nicht lesen und schreiben können.

Tablet-Spende: Erzierhinnen Sarah Westerwalbesloh (links) und Tina Justus testen die neuen Tablets. Bild: SYNAXON AG
Sarah Westerwalbesloh (links) und Tina Justus testen die neuen Tablets. Bild: SYNAXON AG

Die Projektleiterinnen sind für solche Herausforderungen aber gewappnet und leisten natürlich auch Hilfestellung. Und natürlich bedeutet die Möglichkeit, nach Antworten auf Fragen im Internet zu suchen, nicht, dass die Erzieherinnen nicht trotzdem mit Rat und Tat bei Fragen zur Seite stehen.

Kinder sollen richtigen Umgang mit Medien lernen

Passiver Konsum versus kreative Nutzung – wir konnten am Ende unseres Besuches in der Kita nachvollziehen, dass es Sinn macht, wenn Kinder frühzeitig den Unterschied kennenlernen. Denn die Gefahr, dass Kinder von Tablet, Handy und Fernseher süchtig werden, ist schon da. Den Umgang damit deshalb aber vollkommen zu verbieten, sei im Blick auf die Digitalisierung nicht der richtige Weg. Die Dosis macht’s.

Die Eltern werden bei einem Elternabend auf das Projekt eingestimmt. In erster Linie sollen sie darüber informiert werden, wie die Medienerziehung genau ablaufen soll. Gleichzeitig geht es aber auch darum, sie in Sachen Bildschirmzeit zu sensibilisieren. Anette Moriba: „Besonders die Kinder, die den ganzen Tag bei uns sind, brauchen danach Ruhe. Die bekommen sie nicht, wenn sie vor dem Fernseher sitzen.”

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