iTeam-Geschäftsführer-Brief 06/2021


3. Juni 2021, von in Neuigkeiten

Wir haben im Februar 2020 drei Handlungsfelder für uns definiert:

  • Einstehen für Toleranz und gegen Extremismus
  • Soziale Verantwortung als Unternehmer: Wir wollen faire Löhne zahlen und hervorragende Arbeitsbedingungen bieten
  • Nachhaltigkeit: Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass dieser Planet für die nächsten Generationen bewohnbar bleibt.

So etwas zu proklamieren, ist das Eine; dem Ganzen dann auch Taten folgen zu lassen, schon etwas völlig anderes.

Handlungsfeld 1
Einstehen für Toleranz und gegen Extremismus

Das Handlungsfeld “Einstehen für Toleranz und gegen Extremismus” hat sich als erfreulich klein herausgestellt. Wir hatten bei SYNAXON seit Februar 2021 insgesamt drei Prüffälle, einer davon bei iTeam. In zwei Fällen konnte glaubhaft nachgewiesen werden, dass keine Absicht vorlag, und das Verhalten wurde sofort korrigiert. In einem Fall haben wir einvernehmlich die Partnerschaft beendet. Mir ist klar, dass wir in einem schwierigen Spannungsfeld unterwegs sind. Wir wollen natürlich weiterhin Meinungsfreiheit und -vielfalt. Die Grenzen müssen in jedem Einzelfall neu verhandelt und gezogen werden. Wir wollen keine Blockwartmentalität und keine “Cancel-Culture”.

Handlungsfeld 2
Soziale Verantwortung als Unternehmer: Wir wollen faire Löhne zahlen und hervorragende Arbeitsbedingungen bieten

Im zweiten Handlungsfeld haben wir mit Vorbereitungshandlungen begonnen. Wir wollen bis zum Jahresende zusammen mit euch definieren, welche Mindeststandards wir für Mitarbeiter SYNAXON-weit und auch für iTeam definieren wollen. Für Mitarbeiter der SYNAXON und 101 werden sie verbindlich sein. Für alle anderen Partnerunternehmen freiwillig. Jeder, der möchte, kann sich dann zu diesen Standards verpflichten und sich regelmäßig überprüfen und zertifizieren lassen. Für zertifizierte Partner, werden wir zusätzlich Personalakquise und Personalentwicklung anbieten. Wir erproben das gerade mit großem Erfolg bei 101. Wir gewinnen in aller Regel schneller und günstiger besseres Personal, als unsere Partner das alleine könnten. Mein Ziel ist es, damit Anfang 2022 startklar zu sein. Wir befinden uns bereits im Personalaufbau dafür.

Handlungsfeld 3
Nachhaltigkeit: Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass dieser Planet für die nächsten Generationen bewohnbar bleibt.

Heute möchte ich einen Schwerpunkt auf das dritte Handlungsfeld legen. Ich muss zugeben, dass ich hier in den vergangenen drei Jahren einen erheblichen Meinungswechsel hinter mir habe. Bis vor drei Jahren gehörte ich eher in die Gruppe der Skeptiker. Ich war mir nicht sicher, ob es wirklich so schlimm um die Erde steht, wie von Aktivisten behauptet und ob die Radikalität der vorgeschlagenen Maßnahmen wirklich sein muss. Ein letzter Auslöser zum Meinungsumschwung war bei mir die Corona-Pandemie. Diese überfordert mich intellektuell völlig. Ich habe mich eine zeitlang selbst intensiv mit den unterschiedlichen Meinungen zur Bedrohungssituation und daraus abzuleitenden Maßnahmen beschäftigt und irgendwann kapituliert. Ich bin kein Epidemiologe und möchte es auch nicht mehr werden.

Ich habe deswegen für mich beschlossen, dass ich mich immer, wenn sich über 90% der an dem Thema arbeitenden Wissenschaftler einig sind, dieser Meinung anschließen werde. Ich werde in diesen Fällen nicht mehr auf laute Minderheitsmeinungen hören. Damit wird man in der Regel zu guten Ergebnissen kommen. Diese überwältigende Einigkeit gibt es bei der Pandemie und noch deutlicher zu der Klimafrage. Wenn wir es nicht hinbekommen, weltweit die CO2-Emissionen bis 2050 auf null zu bekommen, wird dieser Planet für Menschen in der heutigen Bevölkerungsstärke für Folgegenerationen nicht mehr bewohnbar sein. Man kann hier über Details streiten, wie beispielsweise ob wir es nicht eigentlich eher bis 2030 schaffen müssten, weil sonst unumkehrbare Kipppunkte erreicht werden.

Darauf kommt es aber für mich und auch für uns nicht an. Wir sollten alles in unserer Macht stehende unternehmen, um die Reduktion auf Null so schnell wie möglich zu erreichen. Es gibt einen Haufen Meta-Literatur dazu. Man könnte sich den letzten Bericht der IPCC durchlesen, der für mich durch die schiere Masse von Wissenschaftlern, die ihn unterzeichnet haben, ziemlich unangreifbar ist. Wer es sich ein bisschen leichter vom Zugang her machen möchte, dem kann ich das Buch von Bill Gates dazu empfehlen. Wer es zusätzlich noch bildlicher und fassbarer in exzellenter schreiberischer Qualität haben möchte, kann das aktuelle Buch von Frank Schätzing hinzunehmen.

Den Tipp zu dem Gates Buch habe ich von Martin Eickelschulte bekommen, der als iTeam-Beirat und 101-Partner das Thema massiv bei uns treibt. Von ihm kam auch ein Hinweis, den ich hier sehr gern aufgreife.

Wir haben bei SYNAXON die vergangenen Monate genutzt, unseren eigenen CO2-Fußabdruck zu quantifizieren und eine Strategie daraus abzuleiten. Wir sind für ca. 300 Tonnen CO2 pro Jahr verantwortlich. Aktuell kann man das mit 50 Euro/Tonne kompensieren und das werden wir für 2021 fortfolgend auch machen. Die Berechnung ist nicht ganz trivial aber machbar. Zusätzlich beschäftigen wir uns mit der Reduktion des Ausstoßes und Steigerung der Erzeugung von grüner Energie. Wir haben schon eine 80 KW Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und prüfen eine Erweiterung.

Martins Idee ist, dass wir das Thema gemeinsam zu den Endkunden tragen. Wir glauben, dass es eine Menge Kunden gibt, die sich wünschen, dass wir den CO2-Abdruck ihrer IT massiv senken. Und das ginge dort auch mit Reduktion des Verbrauchs, Umstellung auf grünere Quellen und Kompensation. Wir werden das Thema bei 101 aufnehmen und u.a. die Infrastrukturanalysen um diesen Punkt erweitern. Gleichzeitig würden wir gern eine Fokusgruppe bei iTeam einrichten, welche sich ebenfalls damit beschäftigen wird. Und ich biete an, dass wir über den SYNAXON-Stab die Fäden der einzelnen Aktivitäten (SYNAXON für sich, 101 und iTeam) zusammenführen, um zu verhindern, dass unnötige Mehrfacharbeit entsteht. Wir müssen nicht immer wieder alles von vorne erfinden, wenn es jemand anderes schon gelöst hat.

­Ich hätte natürlich gern so viele wie möglich von euch mit im Boot und vor allem in der Fokusgruppe. Bitte nehmt deshalb an der Umfrage teil, wenn ihr hier mitmachen möchtet. Ich freue mich über jeden, der dabei ist.

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